Was bleibt von 20 Jahren?
- Heike Fermin Guillen

- 13. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

Eigentlich wollte ich nur ein paar Fotos sortieren...
Anlässlich der bevorstehenden großen Geburtstagsfeier unserer Tochter, die bald ihre Quinceñera feiern wird, hab ich mir die Aufgabe zu Herzen genommen, um nach alten Bildern zu suchen. :-)
Aus „ein paar“ wurden ziemlich schnell Hunderte, dann Tausende.
Alte Festplatten, Ordner, Videos, Flyer und Bilder aus einer Zeit, in der Social Media noch keine Rolle spielte und wir wahrscheinlich selbst nicht im Entferntesten daran gedacht hätten, dass wir zwanzig Jahre später einmal auf all das zurückblicken würden.
Und plötzlich waren sie wieder da!
Menschen, die uns ein Stück unseres Weges begleitet haben. Bühnen, auf denen wir getanzt haben. Kurse, Reisen, Shows und Veranstaltungen.
Ideen, die funktioniert haben – und andere, die wir wieder verworfen haben.
Ich habe Bilder aus München gefunden, aus unseren ersten gemeinsamen Jahren.
Aus Innsbruck und unseren Anfängen in Tirol.
Vom Landesjugendtheater Innsbruck, von Tanzreisen, Kongressen, Festivals und Workshops. Ich bin über meine alte Sedcard gestolpert, übers Kangatraining (das war schon Stefanie´s erster Einsatz) , große Produktionen und kleine Momente, an die ich mich ohne diese Fotos wahrscheinlich nie wieder erinnert hätte.
Und zwischen all diesen schönen Erinnerungen lagen auch andere.
Momente des Zweifelns. Enttäuschungen. Konflikte.
Entscheidungen, die damals schwer waren und die ich heute vielleicht anders betrachte.
Beim Sortieren wurde mir irgendwann klar:
Das hier ist keine Sammlung unserer Erfolge. Es ist die Geschichte unseres Weges.
Und vor allem ist es nicht nur unsere Geschichte.
Denn auf fast jedem dieser Bilder sind Menschen, die ein Stück davon mitgeschrieben haben.
Manche waren nur für einen Kurs da. Andere über viele Jahre. Aus Teilnehmern wurden Freunde, aus Tanzpartnern Paare, aus Schülern Wegbegleiter.
Manche Menschen haben wir längst aus den Augen verloren.
Andere sind heute noch da!
Deshalb möchten wir die kommenden Monate nutzen, um einige dieser Geschichten wieder hervorzuholen.
Nicht chronologisch. Nicht vollständig. Und ganz sicher nicht als "Best-of" unserer letzten zwanzig Jahre... :-)
Sondern als Erinnerungen an Begegnungen, Wendepunkte, verrückte Ideen, Umwege und all die kleinen Momente, aus denen irgendwann das geworden ist, was wir heute Tropical Swing nennen.
Und vielleicht ist das Schönste daran: Wir wissen selbst noch nicht, welche Erinnerungen wir dabei wiederfinden werden.
20 Jahre. Tausende Begegnungen. Und alles begann mit einem Tanz.




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