Warum Ausstrahlung beim Tanzen nichts mit Talent zu tun hat
- Heike Fermin Guillen

- 28. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Viele Menschen glauben: „Die hat einfach Ausstrahlung.“ Oder:„Ich bin halt nicht so der Typ dafür.“
Gerade im Tanz begegnet uns dieses Thema sehr oft — besonders bei Frauen.
Da stehen zwei Personen auf der Tanzfläche: Die eine wirkt präsent, selbstbewusst, fast mühelos.Die andere eher zurückhaltend, unsicher, vielleicht sogar angespannt.
Und schnell entsteht der Gedanke:
„Die andere hat einfach mehr Talent.“ Doch genau hier liegt ein großer Irrtum.
Ausstrahlung ist kein Talent – sondern ein Zustand
Ausstrahlung ist nichts, was man „hat“ oder „nicht hat“.
Sie entsteht aus mehreren Dingen gleichzeitig:
Körpergefühl
Präsenz im Moment
Vertrauen in sich selbst
Verbindung zur Musik
und oft auch: Übung
Das bedeutet: Ausstrahlung ist entwickelbar.
Und vor allem: Sie hat viel weniger mit Perfektion zu tun, als viele glauben.
Warum sich viele beim Tanzen unsicher fühlen
Gerade am Anfang (und oft auch noch lange danach) passiert innerlich sehr viel:
„Mache ich das richtig?“
„Sehen mich die anderen?“
„Bin ich gut genug?“
„Ich darf keinen Fehler machen…“
Diese Gedanken führen dazu, dass: der Körper sich zurückzieht
Und genau das wirkt nach außen wie:
Unsicherheit
wenig Präsenz
„keine Ausstrahlung“
Der eigentliche Schlüssel: Verbindung statt Kontrolle
Viele versuchen, Ausstrahlung „zu machen“. Doch das funktioniert selten.
Denn echte Präsenz entsteht nicht durch:
mehr Spannung
mehr Kontrolle
mehr „richtig machen“
Sondern durch: Verbindung zu:
deinem Körper
der Musik
deinem Tanzpartner
und vor allem: zu dir selbst
Was stattdessen wirklich hilft
Wenn du deine Ausstrahlung beim Tanzen entwickeln möchtest, sind diese Dinge entscheidend:
1. Weniger Bewertung – mehr Wahrnehmung
Beobachte dich, ohne dich sofort zu bewerten.
2. Bewegung spüren statt kontrollieren
Versuche nicht nur „richtig“ zu tanzen — sondern Bewegung bewusst zu erleben.
3. Kleine Unsicherheiten zulassen
Sicherheit entsteht nicht durch Vermeidung, sondern durch Erfahrung.
4. In deinem eigenen Tempo wachsen
Vergleiche dich nicht ständig mit anderen.
5. Wiederholung und gute Begleitung
Ausstrahlung entwickelt sich oft leise — aber nachhaltig.
Ein wichtiger Gedanke zum Schluss
Viele der Tänzerinnen, die heute auf der Tanzfläche sehr präsent wirken, waren am Anfang unsicher. Der Unterschied ist nicht Talent. Der Unterschied ist:
dass sie drangeblieben sind und gelernt haben, sich selbst mehr zu vertrauen.
Und genau dafür braucht es manchmal den richtigen Raum
Gerade Themen wie Ausstrahlung, Präsenz und Körpergefühl entwickeln sich oft leichter:
in einer unterstützenden Umgebung
mit gezielten Impulsen
und mit Menschen, die dich wirklich sehen
Vielleicht ist das auch der Grund, warum viele erst in bestimmten Momenten spüren:
„Jetzt hat sich etwas verändert.“
Fazit
Ausstrahlung ist kein Geschenk. Sondern ein Prozess.
Und dieser Prozess beginnt nicht im Außen —sondern in der Verbindung zu dir selbst.
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Mit Herz & Bewegung,
Heike & Gensil




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